Zu „Nutz und Fromm“ gepostet für eventuell Interessierte, welche sich wie ich noch nicht zur Anschaffung einer „Supi-Lötstation mit Temperatur-Steuerung und Digitalanzeige“ etc. durchgerungen haben.
Bei Durchsicht und Mülleimerablage meiner alten Unterlagen (wurde ja mal Zeit!) fiel mir ein Tip aus der Steinzeit in die Hände. Damals wurde so etwas noch empfohlen. Unten das Bild……
Nachdem ich wie bereits gepostet meine Lötspitzenprobleme in den Griff bekommen habe, habe ich festgestellt, dass wie üblich beim Löten der Kolben immer längere Zeit im Ständer steckt und unbenutzt vor sich hinbrutzelt, während man die Platine bestückt oder mit Montagen etc. beschäftigt ist.
Dadurch wird der Verzunderung und Verschleiß natürlich Vorschub geleistet.
Um dies zu umgehen kann man während der Lötpause einen Kondensator in die Leitung schalten, wodurch die Aufheizung um 30% reduziert wird. Bei erneuter Direkteinschaltung geht das Aufheizen sehr schnell.
Habe natürlich nicht die im Bild zu sehende Steinzeitvariante verwendet, sondern schalte mit einem kleinen Druckschalter (die kleine weiße Nachttischvariante
per Hand die Direktzuleitung wieder ein. Werde das noch automatisieren, so dass sich beim Einstecken in die Spirale des Lötkolbenhalters (dabei biegt sich die Spirale etwas nach unten) der Kondensator automatisch einschaltet. Mal sehen, wie ich das am einfachsten realisiere ohne Einsatz von zusätzlicher Elektronik oder Ähnlichem.
Ich hoffe, dass mit dem kleinen Zusatz meine Lötspitzen wesentlich länger halten.
Um für eventuelle Nachahmer und Scheinwiderstandsrechnungsunbegabte hier noch der Tip für einen 30W Kolben-> 1,7 bis 2µF—so kann man die alten unbenutzten 230V Becherkondensatoren noch einem sinnvollen Zweck zuführen. Gut dass man die Krabbelkisten noch nicht entsorgt hat.
Zum Glück liest die Firma ERSA wahrscheinlich hier nicht mit----also zurück zur Steinzeit.
In diesem Sinne
73 von Fred Feuerstein
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